Das Geheimnis des Offensichtlichen

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! (frei nach Goethe)

 

"Ach, so richtig wohl fühle ich mich nicht..."

"Wie geht´s?" - "Geht so, ging schon mal schlechter, es muss, es muss"

"Nur noch 4 Tage arbeiten, dann ist Wochenende"

"Ach ich weiß auch nicht, ich bin grad gar nicht so glücklich"

"Irgendwie lebe ich nur noch fremdbestimmt"

"Man wird nicht jünger…und dann dieses Wetter..."

 

"Ach, ich habe ja immer noch diese Last mit..." wahlweise: meinem Knie, meinen Leberwerten, meinem Schwindel, meiner Krankheit, meinen Schmerzen etc.

So herrlich normal...

 

Alltägliche Aussagen, die wir fast täglich zu hören bekommen. Oder sie selber machen. Klagen sind allgegenwärtig. So allgegenwärtig, dass sie als "normal" hingenommen werden. Wir sind froh, dass wir uns mal aussprechen können, dass uns jemand zuhört, wir fühlen uns gesehen und im besten Fall sogar verstanden. Als Gegenleistung sind wir natürlich nur zu gern bereit, den Klagen unseres Gesprächspartners zu lauschen. Ein Dialog entwickelt sich, wir haben das Gefühl von Gemeinschaft, von nicht-alleine-Sein. Außerdem haben wir wieder ein halbes Stündchen eines leidvollen Tages vermeintlich "sinnvoll" totgeschlagen. Und selber etwas zu erzählen, wenn wir nach Hause kommen. "Stell dir vor, ich habe Herrn Puseknacke getroffen…"

 

Zack, und weiter geht´s gedanklich und sprachlich im Leben der anderen Leute, um sich anschließend wieder der eigenen Misere zuzuwenden. Wir vergleichen doch so gerne. Spannende Frage: Wer ist denn nun schlimmer dran? Ich? Größeres Leid bringt größere Anerkennung. Oder doch lieber das Resümee ziehen: "Mit dem möchte ich nicht tauschen?"

Das Ende vom Lied

 

Okay, die Begegnung war vielleicht ganz nett. Schön, dass wir und mal wieder getroffen haben. Nun sind wir auf dem aktuellen Stand der Dinge! Ja, kann sein, dass wir um ein paar nützliche und hilfreiche Tipps reicher geworden sind. Es hagelt ja oft nur so von Ratschlägen: Mach doch mal so und so, geh´ doch mal zu dem und dem, frag doch mal hier und dort, lies´ doch mal dieses und jenes....

Unser Bekannter hatte echt viele Lösungsvorschläge für unser Problem, umgekehrt wussten wir natürlich auch sofort, was für ihn am besten ist. Prima! Nun müssten also alle Parteien glücklich und zufrieden in ihren Alltag zurückkehren, voller Tatendrang, die Dinge in Angriff zu nehmen. Voller Energie und Inspiration, brennend darauf, ins Handeln zu kommen.

So die Theorie. Die Praxis sieht meistens anders aus. Jeder sackt nämlich nach wortreichem Drehen und Wenden der Angelegenheit wieder in seinen ganz persönlichen Sumpf.  Nach kurzfristigem sich-besser-Fühlen lassen wir uns von dem Karussell unserer Denkmaschine mitreißen. "Mit diesen Schmerzen kann ich nicht…ich bin einfach kein Mensch mehr…diese verdammte Arbeitslosigkeit....hätte ich doch nur mehr Geld...wäre der ganze Kram doch erst mal erledigt…"

 

So zieht das Karussell seine Bahnen. Immer wieder aufs Neue, immer wieder von vorn. Immer in den alten, ausgetretenen Pfaden. Immer im selben, gleichbleibenden Radius. Jahrelang, manchmal sogar jahrzehntelang. Das bittere Ende: Außer Spesen nichts gewesen. Die ganze Verbalakrobatik umsonst. Wir möchten es anders haben, aber wir verändern nichts.

Wie das so ist mit dem Allerwertesten!

 

Ich oute mich mal und sag´s platt auf Deutsch: Ich kriegte den Hintern nicht hoch.

 

Jawohl, ich gehörte auch zu denen, die sich in der komfortablen Opferrolle gemütlich eingenistet hatte. Dabei war ich tatsächlich der Meinung, ich täte alles, um mich selber da rauszuholen. Für jeden Tipp war ich dankbar, zu ´zig verschiedenen Ärzten rannte ich, in jedem Buch suchte ich nach der richtigen Anleitung. So mache doch jemand etwas! So gebe mir doch einer die passende Pille, so zeige mir doch jemand den Knopf zum Umschalten aufs ZDF (= zu der Freude)! 

Sogar noch näher als nah!

 

Stets hatte ich das Gefühl, ich übersähe etwas. Bei anderen klappt´s doch, wieso nicht bei mir? Bin ich zu blöd? Ja, ich bin zu blöd. Dachte ich lange Zeit. Und Schwups, hatten mich die Gravitationswellen des Selbstabwertungs-Sumpfes wieder in ihrem Einzugsbereich. Ach, Karussell fahren ist ja so herrlich!

Außer, dass mir im Laufe der Zeit schlecht wurde und mein Gesicht eine dezent grünliche Färbung annahm. Hey, das ist das klare Zeichen, dass es höchste Eisenbahn ist, auszusteigen! Boah, das hat vielleicht gedauert, bis ich auf diese Idee kam! Aber besser spät als nie....

Und dann diese irre Erfahrung: Ich muss es selber tun! Es können mir noch so viele Ratschläge und Bedienungsanleitungen zur Verfügung stehen - Klettern muss ich selber! Wow - welch eine Erkenntnis! Und weil es grade so schön ist, gleich noch eine: Ich muss gar nicht wissen, wohin ich klettere, sondern darf mich darauf verlassen, dass es einen Boden gibt, der mich auffängt!

Ich darf und kann mich auf mein eigenes Sein voll und ganz verlassen! Da ist der sichere Boden, von dem aus ich weitere Schritte unternehmen kann! Die Lösung lag in mir! In meinem eigenen Tun, in meinem Mut 1. nicht genau zu wissen, wo ich landen werde und trotzdem aus dem Karussell raufzuklettern und abzuspringen, 2. einfach mal eine vielleicht etwas unsanftere Landung in Kauf zu nehmen.

 

Aber ehrlich: lieber kurzfristig mal ein paar blaue Flecken als Übelkeit für den Rest des Lebens, oder?

Kurz und knapp

 

Wo versteckst du einen Baum am geschicktesten? Richtig: im Wald.

Genauso ist die Lösung deiner Probleme versteckt: in dir selbst.

Sowas von offensichtlich, dass keiner draufkommt! Aber nein, stimmt ja gar nicht. Geheimnis gelüftet. Wir wissen es ja jetzt, DU weißt es jetzt. Das einzige, was du anfangs selber aktiv tun musst, ist, die Entscheidung zum Absprung zu treffen.

Wie? Ganz einfach: mit einem Klick!

 

Es ist tatsächlich nur diese kleine Fingerbewegung, die dein restliches Leben verändern kann. Die dich herausholt aus dem Karussellsitz, indem du festgetackert bist. Die deinen Aufprall dämpft und neue Türen öffnet. In ein freieres, leichteres und erfüllteres Leben.

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